Geschichte Die Tuareg sind ein Berbervolk. Sie sollen Nachkommen der altberberischen Garamanten sein, die um die Zeitenwende in den Regionen des heutigen Südtunesiens und Libyens ein kriegerisches Kamelnomadentum entwickelt hatten.[3] Im 11. Jahrhundert wurden sie von arabischen Beduinen vom Stamm der Banü Hiläl aus dem Fessan vertrieben und zogen sich abgedrängt in die Gebiete der zentralen Sahara, insbesondere das Tassili n'Ajjer, Aïr und Ahaggar zurück, wo sie seit dieser Zeit leben. Insoweit konnten sie sich einer Arabisierung ihrer Kultur (Schrift, Sprache, Handwerkskultur, matrilineare Sozialstrukturen) entziehen. Gleichwohl übernahmen sie den Islam.[4] Bei dieser Abdrängung vertrieben sie ihrerseits das Wüstenvolk der Tubbu in das Tibestigebirge. Nach dem Untergang des Songhaireichs im Zuge des marokkanischen Eroberungskrieges im 16. Jahrhundert drangen die Tuareg zunehmend auch in die Sahelzone ein und errangen in der Folgezeit unter anderem die Kontrolle über Timbuktu und das Sultanat Aïr mit Sitz in Agadez. Kunst und Handwerk Ein Targi verkauft selbst hergestellte Gegenstände Die Tuareg schmieden von Waffen bis zu Ohrringen die unterschiedlichsten Gegenstände aus Eisen, Silber und Buntmetallen. Eisen gewinnen sie heutzutage in erster Linie aus Industrieschrott, zum Beispiel Halbachsen von Geländewagen, die sie dann zu Äxten weiterverarbeiten. Für die Herstellung von Gegenständen aus Buntmetall (Kupfer, Messing und Bronze) wird meist das Wachsausschmelzverfahren angewandt, bei dem man zunächst ein Modell des gewünschten Objekts aus Wachs anfertigt. Das Modell wird anschließend in kaltem Wasser gehärtet und danach mit feinem Ton umkleidet. Dabei werden mehrere Löcher freigelassen, um später das Wachs ausschmelzen zu können. Nun wird der Ton erhitzt und das Wachs durch die Öffnungen in eine Schüssel mit Wasser zur Wiederverwertung ausgegossen. Das vorgesehene Metall wurde bereits in einem Tontiegel (tebent) geschmolzen. Wenn das Gussmetall dann heiß genug ist, wird es durch das Wachsausgussloch in die Tonform eingegossen. Diese wird nach der Metallhärtung zerschlagen, anschließend wird der abgekühlte Rohling gefeilt und poliert (beispielsweise mit Sand) und ein Muster eingeritzt. Da man beim Gelbguss keine vorgefertigten Gussformen verwendet, fallen schon die unbearbeiteten Objekte sehr unterschiedlich aus. Bei uns in der La Perla, haben wir  im Untergeschoss immer noch unser Afrika Keller. Bei Interesse, macht Herr Bruderer gerne eine Informative Führung. Anmeldung unter 071 223 80 55
          Geschichte Die Tuareg sind ein Berbervolk. Sie sollen Nachkommen  der altberberischen Garamanten sein, die um die Zeitenwende in den Regionen des heutigen Südtunesiens und Libyens ein kriegerisches Kamelnomadentum entwickelt hatten.[3]  Im 11. Jahrhundert wurden sie von arabischen  Beduinen vom Stamm der Banü Hiläl aus dem  Fessan vertrieben und zogen sich abgedrängt in  die Gebiete der zentralen Sahara, insbesondere das Tassili n'Ajjer, Aïr und Ahaggar zurück, wo sie  seit dieser Zeit leben. Insoweit konnten sie sich  einer Arabisierung ihrer Kultur (Schrift, Sprache, Handwerkskultur, matrilineare Sozialstrukturen) entziehen. Gleichwohl übernahmen sie den Islam. [4] Bei dieser Abdrängung vertrieben sie ihrerseits das Wüstenvolk der Tubbu in das Tibestigebirge. Nach dem Untergang des Songhaireichs im Zuge des marokkanischen Eroberungskrieges im 16. Jahrhundert drangen die Tuareg zunehmend auch in die Sahelzone ein und errangen in der Folgezeit unter anderem die Kontrolle über Timbuktu und das Sultanat Aïr mit Sitz in Agadez. Kunst und Handwerk Ein Targi verkauft selbst hergestellte Gegenstände Die Tuareg schmieden von Waffen bis zu Ohrringen die unterschiedlichsten Gegenstände aus Eisen, Silber und Buntmetallen. Eisen gewinnen sie heutzutage in erster Linie aus Industrieschrott, zum Beispiel Halbachsen von Geländewagen, die sie dann zu Äxten weiterverarbeiten. Für die Herstellung von Gegenständen aus Buntmetall (Kupfer, Messing und Bronze) wird meist das Wachsausschmelzverfahren angewandt, bei dem man zunächst ein Modell des gewünschten Objekts aus Wachs anfertigt. Das Modell wird anschließend in kaltem Wasser gehärtet und danach mit feinem Ton umkleidet. Dabei werden mehrere Löcher freigelassen, um später das Wachs ausschmelzen zu können. Nun  wird der Ton erhitzt und das Wachs durch die Öffnungen in eine Schüssel mit Wasser zur Wiederverwertung ausgegossen. Das vorgesehene  Metall wurde bereits in einem Tontiegel (tebent) geschmolzen. Wenn das Gussmetall dann heiß genug ist, wird es durch das Wachsausgussloch in die Tonform eingegossen. Diese wird nach der Metallhärtung zerschlagen, anschließend wird der abgekühlte Rohling gefeilt und poliert (beispielsweise mit Sand) und ein Muster eingeritzt. Da man beim Gelbguss keine vorgefertigten Gussformen verwendet, fallen schon die unbearbeiteten Objekte sehr unterschiedlich aus. Bei uns in der La Perla, haben wir  im Untergeschoss immer noch unser Afrika Keller. Bei Interesse, macht Herr Bruderer gerne eine Informative Schmuck Führung. Anmeldung unter 071 223 80 55